Dreiundzwanzigſtes Rapitel.
Die Verwirrung in Tunis erreichte ſchnell eine furcht⸗ bare Höhe. Zuerſt laͤhmte der Schrecken, welchen die heranſprengenden fliehenden Reiter verbreiteten, auf kurze Zeit die Lebensthätigkeit der Bewohner. Dann erhob ſich ein entſetzliches Klagegeſchrei, und die ganze Bevoͤlkerung lief verzweiflungsvoll heulend wirr auf den Straßen durch⸗ einander. Ein Theil ergriff mit dem, was er von ſeinen beſten Habſeligkeiten fortbringen konnte, ſchleunigſt die Flucht; ein andrer Theil ſammelte ſich auf Suleima's und Eleonorens Ruf, um ſich zum Widerſtand zu ruͤſten. Suleima hielt Anreden an das Volk, wie ſie einſt von Maria de Padilla vernommen. Wie dieſe hatte ſie ſich ein Schwert umgeguͤrtet, wie dieſe ſchwang ſie muthig eine Fahne. Eleonore unterſtuͤtzte die koͤnigliche Freundin mit Kraft, und als Chair Eddin ankam, fand er urſache, die


