Die Sturmvögel zum Bauernkrieg. 353
fruͤher von der Sache erfahren, als bis der Streich gluͤck⸗ lich ausgefuͤhrt ſei.
Die beiden Bruͤder und Martha handelten mit der groͤßten Vorſicht in Schwaz; mit nicht minderer Buͤben⸗ hoven in Fuggerau. Die beiden Schuldigen waren um⸗ ſtellt, ohne die leiſeſte Ahnung davon zu haben.
Auch der alte ſchlangenkluge Zigeuner wußte ſich gut zu verlarven. Er gab ſeine verſchiedenen Kuͤnſte in Schwaz zum Beſten und ſchien ſich um die Bergleute nicht zu be⸗ kuͤmmern. Die Naͤchte waren fuͤr den Diebshandel be⸗ ſtimmt. Aber die Vorkehrungen waren ſo gut getroffen, daß beide Diebe mitten in der Nacht uͤber dem Diebſtahl ergriffen und mit ſtarker Bedeckung in das Schloß ge⸗ bracht wurden.
Am andern Morgen benachrichtigten Ulrich und Buͤben⸗ hoven den alten Jakob von dem merkwuͤrdigen Fang. An⸗ fangs wollte er Diethers Untreue durchaus nicht glauben, und wenn Ulrich allein ihn davon hätte uͤberzeugen wollen, ſo wuͤrde er das Ganze fur eine boshafte Erfindung ſeines Neffen gehalten haben, um einen Mann zu verderben, der in hoher Gunſt bei ihm ſtand. Nur Buͤbenhovens Ver⸗ ſicherung, daß Diether durch Ergreifung auf friſcher That des Diebſtahls uͤberfuͤhrt ſei und in Hoffnung einer gelin⸗ dern Strafe alle ſeine Diebſtähle eingeſtanden habe, gaben dem Greiſe endlich die Gewißheit von der Nichtswuͤrdig⸗ keit und Undankbarkeit eines Menſchen, deſſen Wohlthaͤter er von deſſen Kindheit an geweſen war, und dem er ein
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