Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Das Haus Fugger : Roman in drei Theilen : Die Sturmvögel zum Bauernkrieg : 1. Theil (1850)
Entstehung
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334 Die Sturmvögel zum Bauernkrieg.

Auf ſolche herzliche Worte erfolgte in der Regel eine wortreiche und hochgeſpannte Verſicherung des Oberſteigers von Treue bis in den Tod, ein ruhmrediges Erinnern an ſeine zeitherige Ergebenheit, ein Fluchen und Verdammen der Ketzer und Aufruͤhrer, und ſolche umſtändliche Reden klangen gar ſuͤß in den Ohren des alten ſchwachen Man⸗ nes. Buͤbenhoven hatte fuͤr den geliebten Ohm meiſt nichts weiter als eine Thraͤne, einen Haͤndedruck, ein kur⸗ zes, aus dem tiefſten Gefuhl emporſteigendes Wort. Aber wenn er dann Abends beim warmen Ofen dem ſorgenvol⸗ len Greiſe gegenuber ſaß, da ließ er allmälig und ganz un⸗ vermerkt, eine Farbe nach der andern des geiſtigen Son⸗ nenlichts erglaͤnzen und breitete ſie leiſe und vorſichtig mit ſchonender Hand vor ihm aus. Jakob mußte zugeben, wie ſchlimm die Pfaffheit gehauſt, wie die Päpſte abge⸗ wichen ſeien von Chriſti Satzung und Lehre. Er las ihm die Evangelien und die Briefe der Apoſtel vor und knuͤpfte daran ſeine Betrachtungen. Da kam Vieles zur Sprache, was Jakob ſchon ſelbſt gefunden, woruber er ſich ſchon fruher mißbilligend ausgeſprochen. Zuletzt kam er aber immer wieder darauf zuruck, daß der menſchliche Mißbrauch eines gottlichen Geſetzes dieſes nicht umſturzen koͤnne und duͤrfe, ſolle der Teufel nicht ſiegreich durch alle ihm geoͤff⸗ neten Thore in die Menſchenſeele einziehen und ſie in Grund und Boden verderben, in den ewigen Pfuhl der Verdammniß hinabzerren. Wenn nun auch der Greis durch die Unterredungen mit Buͤbenhoven in ſeinen Anſich⸗