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men eine begeiſterte Anhängerin Luthers geworden ſei, ja, das Unglaubliche ereignete ſich gleichſam unter ſeinen Augen, die Koͤnigin von Daͤnemark erklaͤrte ihm, als er ihr die Aufwartung auf der Burg, ihrer Reſidenz, machte, mit naiver Offenheit, daß ſie von den Nuͤrnberger Predi⸗ gern uͤberzeugt und bekehrt worden ſei und die Begeiſterung ihrer Schweſter Maria fur die neue Lehre theile. Einige Tage darauf nahm wirklich die Koͤnigin Iſabella in der Kirche der Burg das Abendmahl in beiderlei Geſtalt, wo⸗ mit ihre offene Erklaͤrung fuͤr Luthers Lehre ausgeſprochen war. Sie kehrte ſich nicht an den Zorn ihres Bruders, des Erzherzogs, ſondern verlachte ihn vielmehr in ihrer Weiſe. Obgleich vom Schickſal ſchwer gepruft und ſehr kraͤnklich, war ſie doch immer noch voll Witz und Scherz, wie einſt als harmloſe Prinzeſſin am Hof ihrer Tante. Der Erzherzog und die Koͤnigin trennten ſich in Unfrieden, und Fugger reiſte mit dem Erſtern im tiefſten Mißmuth nach Augsburg zuruͤck. Hier hatte er kaum ſeiner Ehe— wirthin die boͤſen Dinge, die er in Nuͤrnberg erlebt, mit⸗ getheilt und den todten Kaiſer Map gluͤcklich geprieſen, daß er den Abfall ſeiner Enkel von der heiligen Kirche nicht mehr erlebt, als Frau Sibylle in ihrer trocknen ſchlichten Weiſe ihm zu vernehmen gab, ſie konne ſich uͤber die reli⸗ gioͤſe Sinnesaͤnderung der beiden koͤniglichen Schweſtern weder verwundern, noch ſie tadeln; denn auch ſie ſei waͤh— rend ſeiner Abweſenheit durch die verſtaͤndigen Predigten, die ſie mit angehoͤrt, zu der Ueberzeugung gelangt, daß der
Die Sturmvögel zum Bauernkrieg.


