Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Das Haus Fugger : Roman in drei Theilen : Die Sturmvögel zum Bauernkrieg : 1. Theil (1850)
Entstehung
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Die Sturmvögel zum Bauernkrieg.

der Volksrechte gegen die betruͤgeriſchen raͤuberiſchen Fuͤr⸗ ſten, er waͤre der Mann, der unſerer Sache ſchnell aufhel fen koͤnnte. Aber ich fuͤrchte, er ſteht nicht ganz zu uns. Anfangs vor fuͤnf und vier Jahren zeigte er in ſeinen feurigen Schriften wohl große Luſt mit dem Schwerte ge⸗. gen allen Lug und Trug, er mag in der Kutte) im Meß⸗ gewand, in der Schaube, im Harniſch oder Hermelinman⸗ tel ſtecken, weidlich loszuſchlagen, aber neuerdings will er Alles durch die Macht des Wortes allein zwingen. Als ich ihm ſchrieb, dem Evangelium muͤſſe mit dem Schwert Bahn gebrochen werden, antwortete er mir: Ich moͤchte nicht, daß man das Evangelium mit Gewalt und Blut vergießen verfechte. Durch das Wort iſt die Welt uͤber⸗ wunden worden, durch das Wort iſt die Kirche erhalten, durch das Wort wird ſie auch wieder in Stand kommen, und der Antichriſt, wie er Seines ohne Gewalt bekommen, wird ohne Gewalt fallen. Das iſt aber eitel Rederei vom Luther, und ſteckt nichts Wahres dahinter. Wohl mit Gewalt und faſt nur mit Liſt und Gewalt hat die Paͤpſterei und die Fuͤrſtenherrſchaft obgeſiegt uͤber das arme Volk. Krieg und Mord haben ſie geuͤbt gegen Einzelne und ganze Voͤlker, die ihnen entſchloſſen und kraftig ent⸗ gegentraten und ihnen ihr Unrecht klar vor der Welt zeig ten. Gift und Dolch, Fuͤrſten⸗Ritter⸗ und Henkerſchwert, jede Gewalt, jede Buͤberei ſind angewendet worden von Pfaffen und Fuͤrſten, um den frei geſchaffnen Menſchen zu knechten und als Sklaven ſich dienſtbar zu machen; der