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Ferner können die Herausgeber unſerer Magazine und Zeitungen ſegens⸗ reich mitwirken, wenn ſie ihren Leſern die Gefahren und Uebel ſchildern, die aus einer unzweckmäßig gewählten Romanlectüre entſpringen, und wenn ſie die Aufmerkſamkeit auf Werke lenken, die Nutzen gewähren, da⸗ gegen aber diejenigen Literatur-Erzeugniſſe raſch bezeichnen, denen eine ſchädliche Tendenz zum Grunde liegt.
Endlich ſollen die Lehrer der Religion von den Kanzeln herab die Gemeinden über die Pflichten belehren, die ſie in dieſer Beziehung gegen ſich und Andere zu erfüllen haben. Sie müſſen ihnen darthun, daß die Bildung der Phantaſie nicht minder eine Pflicht ſei, als die der Moral; darthun, was von der richtigen Wahl der Lectüre abhängt, die Einwirkung auf Geſchmack und Grundſätze der Jugend, die Verantwortlichkeit der Eltern und Lehrer in Beſu auf die Kinder, und die Ueberwachung im Hauſe als das beſte Mittel bezeichnen.
Unter dem Einfluſſe dieſer Kräfte kann unmöglich das Giftkraut ge⸗ n dem fruchtbaren Boden werden friſche und duftige Blumen ent⸗ wachſen.
Nach Erreichung dieſes Zwecks kann es für die Schriftſteller nur vor⸗ theilhaft ſein, wenn ſie dem Volke gute und geſunde geiſtige Nahrung liefern. Das Genie wird ſich nicht mehr herablaſſen, einem verdorbenen Geſchmacke zu fröhnen, es wird ſich vielmehr emporſchwingen, um aus himmliſchen Regionen alles Schöne und Erhabene auszuſtreuen.
Dieſe Betrachtungen haben die Ueberzeugung feſigeſtellt, daß die be⸗ gabten Novelliſten durch die richtige Anwendung ihrer Talente befähigt ſind, die größten öffentlichen Wohlthäter zu werden.
Ob nun die Verfaſſerin der nachfolgenden Skizzen die Fähigkeiten zur Erreichung des genannten Zwecks beſitzt, kann das Publikum beſſer beur⸗ theilen als die Schweſter, die nothwendig partheiiſch ſein muß, und das um ſo mehr, da ſich unter ihrer Obhut das Talent entwickelt hat, deſſen Intereſſe ſie auch noch ferner wahrnehmen zu müſſen glaubt.
Catherine E. Beecher.


