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Ich muß ihn warnen und bitten, daß er dieſe Gegend meidet, bis der Graf von Rom zurück⸗ gekehrt iſt. Der gütige Herr wird meinem Va⸗ ter die freie Jagd wieder erlauben, und dann wird ſich der bärbeiſige Alte auch wieder mit dem guten Konrad ausſöhnen. Als ſie dieß halb ge⸗ ſagt, halb gedacht hatte, ging ſie in die Hütte an ihre Arbeit. Der Lehrjunge mußte aber den Vogt nicht getroffen haben; denn dieſer zeigte ſich bald darauf in ſtattlicher Jägerkleidung hinter der Hütte auf der grünen Halde, und lockte Käthchen mit einſchmeichelndem Waldgeſang. Bald blies er auf dem Horne, bald ſang er. Zum Glück war Reinhard eben nicht bei Hand. Des jutgen Vogts Lied lontete: „Ich hab' ein leichtes junges Blut,
Und nichts kann mich berücken.
Die ſchlanke Feder auf dem Hut,
Den Bogen auf dem Rücken,
Den Jagdſpieß in der ſtarken Hand,
Durchzieh' ich weit und breit das Land
Früh Morgens, wenn die Sonn aufſteht,
Bin ich ſchon auf den Beinen,
Und Abends wenn ſie ſchlafen geht,
Muß ſie mich noch beſcheinen.
So jag' ich wacker Tag für Tag
Durch Wald und Flur dem Waidwerk nach.


