Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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großer Liebe an mir hängt, hat ſchon eine Summe, die ſie von ihrem Vater erhalten, hergeſchoßen, aber Alles verſchlingt ſogleich das ſtandesgemäße Leben, deſſen Flicklapper kaum mehr unſre Blöße bedecken. Der gräßliche Mangel rückt uns, wie ein furchtbares Geſpenſt, täglich näher, und die Angſt bringt mich faſt um. Ich wollte mich ja gern als Geſellſchafterin in einem vornehmen adeligen Hauſe engagiren laſſen, und könnte auf dieſe Weiſe meine unglücklichen Eltern vor dem Mangel ſchützen, aber nur ein Wort, das ſolch einen Gedanken verräth, zieht mir die här⸗ teſten Mißhandlungen der Mutter zu. Solch altes reines Adelsblut, wie das unſrige, kann unmöglich zu dieſer Schmach herabgewürdigt wer⸗ den; eher müßte der Himmel herunterfallen, als Fräulein Edelgunde von Birkenſtein in ſolch ein untergeordnetes Verhältniß kommen. Reln, lie⸗

ber muthet mir Mama ganz andre anſtändigere Dinge zu, und will mich mit Schlägen und Schimp reden zwingen, ihren unmütterlichen, entehrende Befehlen zu gehorchen. Ich ſoll mit meiner Ge ſtalt, mit meiner allzu großen Klughelt, wie ſich ausdrückt, einen reichen, rein adeligen M fangen; ich ſoll geradezu darauf ausgehen, einen ſolchen zu erwerben, ich ſoll Schlingen aufſtellen,