Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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und da ſind unſre Augen denn auf deinen gnä⸗ digen Herrn Baron gefallen. 2

Was?v unterbrach der Pachter jetzt die Rede der Frau von Birkenſtein mit unwilligem Ungeſtüm, und zog das kirſchbraun gewordne Ge⸗ ſicht in bitterböſe Falten.Was? Edelgunde ſollte des alten Barons Frau werden. Sind Sie bei Troſt, Frau Pathe?

Der Hofmarſchall fuhr einige Schritte vor Entſetzen ob dieſem ſtürmiſchen Ausbruche roher Ratürlichkeit zurück, und wehrte mit beiden Hän⸗ den ab; die Frau aber warf ſich in die Bruſt und ſagte verweiſend: Mit mehr Reſpect, wenn ich bitten darf, Guſtav. Du biſt kein Kind mehr, und ich konnte es ſchon an dir als Kind nicht leiden, daß dir ſo wenig Reſpect beizubringen war. Es iſt ein Unterſchied, ein großer Unterſchied zwiſchen uns und dir, und ich wünſche, daß du das niemals wieder vergeſſen mögeſt. Alſo erſt⸗ lich heißt es nicht Edelgunde ſchlecht weg, ſelbſt wenn du ihres Gleichen wärſt, ſondern ſtets das gnädige Fräulein. Zweitens ſagt man auch nicht der alte Baron. Es iſt unſchicklich das Alter einer vornehmen Perſon zu erwähnen. Drittens

ſagt man der gnädige Herr Barvn. Viertens

iſt es äußerſt undelikat, deine Verwundrung da⸗