lich dennoch der Uhr entbehrte: dieß Alles in Verbindung mit einander war nicht geeignet eine freundliche Annäherung an beſagten veralteten Hofmann zu erlauben. Stellung und Schritt dieſes langen Weſens waren nach dem ſteifſten Ceremoniel gemacht, nicht anders, als wie es ſich ſeinem vor fünfundzwanzig Jahren verſtorbe⸗ nen durchlauchtigſten Herrn producirt hatte, deſ⸗ ſen Hofmarſchall es geweſen war. Seine Reden fielen kurz aus, ernſt, abgemeſſen, wohlberechnet und kalt; ſeine Uußerungen waren eben ſo vor⸗ ſichtig Jemanden zu nahe zu treten, als ſich etwas zu vergeben; ſein Mund lag ſtets in höchſt anſtändigen Falten und ſeine Hände an den Hüften.
Nicht wahr, Excellenz? hatte Frau von Birkenſtein mit ihrer Pſeudv⸗Grazie gefragt, und
„Gehorſamſt aufzuwarten!* verſetzte der Hof⸗ marſchall mit einem Bückling.
„Nun ſieh, wir haben in einer gewiſſen An⸗ gelegenheit von dir geſprochen,„ fuhr die Dame fort, und winkte dem Landkommiſſär gnädig mit der Hand, ſich niederzuſetzen.„Du haſt uns nämlich bei deinem letzten Beſuche ſo viel Gu⸗ tes und Schönes von deinem gnädigen Herrn⸗
Patron und Pachtherrn erzählt, daß in uns der
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