336 Die Königskrone.
Pierundzwanzigstes Rapitel.
Es war eine ſchwüle Sommernacht, doppelt fühlbar unter dem ſpaniſchen Himmel. Die Sterne leuchteten drei in ſeidne Mäntel gehüllten Wanderern, welche ernſt und ſchweigend auf das Kloſter des heiligen Fran⸗ ciscus in Valladolid zuſchritten. Auf ein Zeichen mit der Glocke öffnete ſich die Pforte. Sie traten ein und ein Pater leitete ſie nach der Kirche. Hier wartete der Prior mit einigen Mönchen, der Adelantado Bar⸗ tolomev Colombo und der junge Diegv Colombo, ſein Neffe. Alle beugten ſich ehrerbietig vor den eingetre⸗ tenen drei jungen Männern, die als der König Philipp, der Pfalzgraf Friedrich und der Baron Philibert von Vere erkannt wurden. Die Mönche trugen düſter brennende Fackeln, deren Schein in der hohen Kirche das Ernſte und Schauerliche der Handlung, welche die kleine Geſellſchaft vorzunehmen im Begriff ſtand, ver⸗ mehrte. Der König war bleich und ſeine Züge zeigten einen an ihnen ungewohnten Ausdruck von Spannung und Trübſinn. 5
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