40 Die Königskrone.
wir der Spanierin zu verdanken. Jetzt reifen die Früchte meiner Saaten und ich danke dir, daß du auf mich hörteſt und dein Herz bezwangſt. Sieh', König Ludwig hat ſich in das Unvermeidliche gefügt und die Gedanken auf Neapel aufgegeben; er begnügt ſich mit Mailand; die alte Feindſchaft zwiſchen Frankreich und Oeſtreich iſt verſchwunden; dein Karl wird Claude's von Frankreich Gatte. Dein Schwiegervater, Ferdi⸗ nand, hat der ſterbenden Iſabella noch einmal feier⸗ lichſt geloben müſſen, ſich nicht wieder zu vermählen. Er iſt zwar erſt dreiundfunfzig Jahre alt, aber wer kann wiſſen, wie bald auch ſeine Stunde ſchlägt! Dann biſt du König von allen ſpaniſchen Königreichen, von Sicilien und Neapel und die weſtindiſchen Gold⸗ länder ſenden dir ihre Schätze.“
—„Wir werden ſie brauchen können,“ lachte Philipp wieder,„und wäre es nur, um den Fuggern unſere Schulden zu bezahlen.“
—„Damit hat es Zeit,“ meinte Maximilian.„Aber der treffliche Jakob kann uns in all dieſen Dingen von großem Nutzen ſein und ich empfehle ihn dir nach⸗ drücklich. Die ſpaniſchen Berge ſtecken voll edler Me⸗ talle; die Chriſten haben dort den Bergbau nicht ſo ver⸗ ſtanden und ausgeübt, wie ſonſt die Römer und nachher die Mauren. Dazu iſt Jakob Fugger der rechte Mann. Ferner verſteht Keiner beſſer als er, die weſtindiſchen Schätze auszubeuten. Er iſt der Geſchickteſte von Al⸗


