34 Die Königskrone.
Piertes Rapitel.
Seit Philipp ſeinen Vater in Innsbruck auf der Heim⸗ reiſe von Spanien in ſo bedrängten Umſtänden verlaſ⸗ ſen hatte, waren ein Jahr und neun Monate verfloſ⸗ ſen; in dieſer kurzen Zeit hatte ſich die misliche Lage des römiſchen Königs gänzlich umgewandelt und zu einer faſt glänzenden geſtaltet. Und Maximilian hatte richtig prophezeit: der Grund dieſer Erhebung war in der Verbindung Philipps mit der ſpaniſchen Königstoch⸗ ter und in der eten Ausſicht deſſelben auf das Erbe der ſpaniſ ſuchen. Dieſe Verbindung gab dem öſtreich B ein ſtarkes Relief in den Augen ſowol der Regenten Eurvpas als auch vorzüglich der Fürſten und Stände Deutſchlands. Sobald die Fran⸗ zoſen in Neapel von den Spaniern entſchieden geſchla⸗ gen und verdrängt waren, trat der neue Papſt Julius I. ganz als Freund Spaniens und Oeſtreichs auf. Der König Ludwig XIl. von Frankreich ſuchte, da ſein Theil von Nea⸗ pel für ihn verloren war, wenigſtens das eroberte Mailand


