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nach Spanien. 13
von Luremburg, zu verloben. Aber in dieſen zwei Jahren hatte König Ludwig auch Mailand erobert und den Herzog Ludwig Sforza, den Oheim der deutſchen Königin, den Freund des Königs Maximilian, gefan⸗ gen nach Frankreich geführt. Es mußte dem König Ludwig daran liegen, den dadurch bei Maximilian her⸗ vorgerufenen übeln Eindruck durch die Freundſchaft mit deſſen Sohn Philipp wieder zu verwiſchen und auf dieſem Grunde ſeinen Plan der Eroberung Neapels auszuführen. Ja über den Beſitz einiger Städte in Burgund, die Frankreich innebehalten, Maximilian aber für ſeinen Sohn ausgeliefert verlangte, war es ſogar zu einem kurzen Kriege zwiſchen Oeſtreich und Frankreich gekommen, den Ludwig beigelegt wünſchte, um ſeine Abſichten auf Mailand und Neapel ausführen zu können. König Ludwig hatte dem Erzherzog Phi⸗ lipp jenen Plan in Bezug auf Neapel entdeckt und deſſen Beifall gewonnen, ſodaß er, vom burgundiſchen Fürſtenpaar unterſtützt, vom franzöſiſchen Geſandten an den ſpaniſchen Höfen dem ſpaniſchen Königspaar in Vorſchlag gebracht werden konnte. Der Plan beſtand darin, den König Friedrich vom neapolitaniſchen Kö⸗ nigsthrone zu entfernen und das Königreich Neapel zwiſchen Ludwig von Frankreich und Ferdinand von Arragonien zu theilen, und zwar ſo, daß der Erſtere das eigentliche Königreich Neapel mit dem Königstitel und Abruzzo, Letzterer aber die beiden Calabrien und die


