Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die schöne Kaufmannsfrau von Antwerpen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Die ſchöne Kaufmannsfrau

vallah el Zagal, eines feſten und männlichen Charakters, abdankte, überging er bekanntlich ſeinen Sohn Abdallah

el Zaquir, deſſen weiches, poetiſches Gemüth ihm noch viel weniger, als er ſelbſt, geeignet ſchien, die ſchwie⸗ rige Aufgabe des Throns von Granada zu löſen. Aber Abdallah el Zaquir oder, wie ihn die Caſtilier lieber nennen, Boabdil ließ ſich dennoch von einer Partei ver⸗ leiten, ſich mit dem Schwerte des Sultans umgürten zu laſſen, und, um ſich gegen ſeinen Oheim zu behaupten, hielt er es mit den Chriſten. Dadurch wurde natürlich die Verwirrung noch ärger. Zagal wurde von ſeinem Neffen und dem aragoniſchen Heere geſchlagen, Granada verſchloß dem flüchtigen Könige, dem es erſt gehuldigt, die Thore und erkannte Bvabdil als Sultan an. Zagal wandte ſich an ſeinen Blutsverwandten und Schwager, den Wali Jahze von Almeria, und deſſen Sohn, den Wali Muhamed von Baza; ſie nahmen ihn gütig auf und hielten zu ihm, als ihn alle Audere verlaſſen hatten. Der Sultan Boabdil fiel, ſobald er die Chriſten nicht mehr brauchte, von dieſen ab und beleidigte den König Ferdinand, unſern Schwiegervater, in der Meinung, ſeine Macht ſei nun befeſtigt und er vermöge auf ei⸗ genen Füßen zu ſtehen. Auf dieſes wandte ſich der Sultan Zagal und die beiden Walis Yahze und Mu⸗ hamed an die beiden chriſtlichen Könige, unſere Schwie⸗ gereltern, und kämpften unter caſtiliſchen Fahnen gegen Boabdil. Auf dieſe Weiſe war Muhamed's Sohn Sidi