von Antwerpen. 15
von Brüſſel erhalten habe, welche eine angemeſſene Antwort erfordert.“
Die Schwarze eilte, und der ſchöne Mund der Her⸗ rin war grollend aufgeworfen, ihr Auge ſchoß einen bitterböſen Blick auf den jungen Fürſtenknecht, der ganz gegen Pagenart in blöder Befangenheit daſtand und nicht wußte, wie ihm geſchah und womit er dieſen Zorn verdient hatte. In ſeiner argloſen Seele ſtieg keine Ahnung auf, welch ein wilder Haß in der Seele des reizenden Weibes ihm gegenüber aufgelodert war; viel⸗ mehr ſah er mit ſo treuherzigen, unſchuldigen Angen drein, deren früherer, ſchwermüthiger Ernſt jetzt von der Beſorgniß verdrängt war, Frau van der Kapellen gegen Wiſſen und Willen gekränkt zu haben, was ihm in Bezug auf den Erzherzog nicht gleichgültig ſein durfte.


