am ufer und blickte mit blutendem Herzen den ſchwin⸗ denden Wimpeln nach, die den reichen Schatz davon trugen, den— nachdem er ihn einmal von ſich gewor⸗ fen— er jetzt erſt hatte würdigen und lieben lernen.
Durch die Schläge des Schickſals wird der große Menſch größer und größer, und auch aus dieſem neuen Kampfe ging Sabbathai geſtählter hervor.— Jetzt beherrſchten nicht mehr der Zufall und ſeine Freunde, jetzt beherrſchte ſein ſtarker Wille ſein Leben. Kaum hatte er ſich in Nauplia genannt, als ihm ſeine Glaubensgenoſſen zuſtrömten, ihm ihre Ehrfurcht, ihre Bewunderung zu weihen. Der Ruf ſeiner auſſerordentlichen Gelehrſamkeit war ihm lange vorangegangen; man empfing ihn wie einen Fürſten; und war er nicht ein Fürſt des Ruhms? Seine öffent⸗ liche Vorträge, um die ihn die Jugend erſuchte, wurden zu Feſten. Bald ſagte man ihm allgemein, Nauplia ſei zu klein für ſeine Wirkſamkeit; ſeine Verwandten und Zuhörer, viele Studenten von Salvonichi beredeten ihn, ſich nach dieſer Stadt zu begeben. Zu Salonichi war zu jener Zeit die größte Schule der Juden im gan⸗ zen öſtlichen Europa; ſie faßte an zehntauſend Schü⸗ ler, die ihr aus allen Gegenden zuſtrömten, und


