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Blick in Blick getaucht! Sie klagte ihm ſo innig und rührend, ſo thränenlächelnd ihre unſägliche Schmer⸗ zen um ihre Liebe, und erzählte von den trüben, wolkenſchweren Tagen ihres Leids, und ſie weinte Thränen der Erinnerung an ſeiner Bruſt, und lachte und jubelte wieder, von ſeinen Küſſen beſeligt; denn alles Leid war ja nun vorüber— ſo meinten ſie— und Sabbathai, der geliebte Sabbathai, ganz ihr Eigenthum. Er aber hatte ſeinen Stolz vergeſſen, die kalte Würde ſeiner Heilandsbeſtimmung war wie Eis unter Sonnenküſſen dahingeſchmolzen, und zum erſten Mal ſchien er unbewußt zu ahnen, daß der Menſch in einfacher Natürlichkeit, hingegeben den ſüßeſten Freuden der Natur und des Herzens, ergrif⸗ fen von den berauſchenden Gefühlen der Jugend, und ohne Zwang ſchwelgend in ihrer Wonne, glücklicher iſt als im Beſitze einer ehrfurchtgebietenden Hoheit,
und ſollte es ſelbſt die eines Meſſias ſein. Deutlich
wurden ihm inzwiſchen dieſe Schlüſſe nicht, er dachte nicht an ſeine Meſſiaswürde, er hatte ſie ganz ver⸗ geſſen; ſchwamm er doch, ein ſeliger Bader, im Meer des Liebesglücks und die rauſchenden Wogen waren ihm über dem Haupte zuſammengeſchlagen. Eben


