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„Wehe mir!“ ſo lauteten die Worte,„wehe mir, der unglücklichſten der Töchter Iſraels! Wenn Raphael, der heilige Fürſt der Racht, der mächtige Bruder und Beſchützer Kasriels, des Fürſten der Liebe, ſeine Voten ausſendet, die Engel der ſüßen Sehnſucht und des brünſtigen Verlangens, damit ſie dem Schiffer auf dem Meere, dem Jäger im Ge⸗ birge, dem Kameeltreiber auf mühevollem Wege ins Ohr flüſtern, es ſei nun Zeit heimzukehren, zum heimiſchen Heerde, in die wirthlichen Arme der liebenden Gattin, es harre ein weicher Mund ſeines heißen Kuſſes, eine ſorgende Hand habe ihm das erquickliche Mahl bereitet, eine ſchwellende Bruſt warte ſchon, das Ruhekiſſen ſeines theuern Hauptes zu ſein; dann ſendet derſelbe Engelfürſt meinem Gatten einen ſchwarzen Dämon, deſſen Namen ich nicht kenne, der ihn aber aus dem heimiſchen Hauſe peitſcht, bevor Raphael darin einzieht und mir den Geliebten verjagt von der Stätte, die ihm die Liebe ausgeſchmückt, von dem Bette, das ihm Zärtlichkeit mit duftenden Oelen begoſſen. O Fürſt der Racht, Andern ſo milde, mir ſo herbe, Andrer Freund, mein grimmiger Feind, womit hab' ich dich erzürnt,


