Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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trachtete. Des alten Roſanes Thätigkeit war wie⸗ der ganz auf den vielfach verſchlungenen Knäul ſei⸗ ner Geſchäfte gerichtet, er hatte kein Auge für das ſchmerzliche Lächeln ſeines geliebten Kindes, wenn es ihm wie ſonſt, entgegen kam, er ſah die verwein⸗ ten Augen nicht, die die Sanfte vor ihm zu Boden ſchlug, er ſchrieb ihre Bläſſe ihrem neuen Verhältniß zu, und wenn er ſie fragte:Wie iſt dir, Thamar? und ſie antwortete mit abgewandtem Geſicht:Wohl, mein Vater, ſo war er zufrieden, und glaubte ſie glücklich im Beſitze des Mannes ihrer Wahl.

Halevi fürchtete, Thamar werde ihrem Vater ſtandhaft jede Mittheilung verweigern, ihn in der Täuſchung zu erhalten ſuchen und lieber dem Schmerze erliegen, als mit einem freien Bekenntniß hervortreten und den Mann anklagen, dem ſie ſich gegen den Willen ihres Vaters zu eigen gegeben hatte; er hielt es alſo für unangemeſſen, Roſanes Aufmerkſamkeit auf Thamars veinlichen Zuſtand zu lenken; an Mihurmah durfte er ſich nicht wagen, wohl wiſſend, daß ſie nicht ſeine Freundin war, und doch hatte der Gegenſtand ſeiner Nachforſchun⸗ gen keinen Umgang weiter. In dieſer Verlegen⸗