Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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auf dich zu Schanden geworden, und ich ſchäme mich, dein Lehrer geweſen zu ſein.

Sabbathai zog die Brauen finſter zuſammen, und verſetzte mit auffahrender Heftigkeit:

Weil ich viel gute und ſchöne Lehren in früher Jugend von Euch erhalten, Chacham Banbanaſti, ſo hielt ich Euch für einen hellen Kopf, für eine Fackel des Herrn, beſtimmt in der Nacht des Irr⸗ thums zu leuchten. Ich war ein Kind, als ich Eurer Lehre entlaſſen wurde; denn was ich ſpäter gelernt, kam mir nicht aus Menſchenmund, der goldne Schlüſſel hochheiligſter Wiſſenſchaft wurde mir nicht in Eurer Schule gereicht, Ihr Herren; ein Höherer, ein Erleuchteterer war's, der mich erleuchtete. Den ſchönen Wahn, hinſichtlich Eurer, nahm ich mit ins Leben herüber, und habe ihn bewahrt bis zu dieſer Stunde, Chacham Banbanaſti, wo Ihr ihn mir mit Gewalt entreißt. Nicht mit dem geiſtig Blinden habe ich zu verkehren, was hülfe ihm die Fackel, die ich ihm anzündete, er würde ihren Schein doch nicht ſehen, und ſich nur täp⸗ viſch an ihrer Flamme verbrennen. Erſpart mir des⸗ halb jede weitere Erörterung über meine Lehre. Getraut