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hinüber trugen. Heute neigte die reizende Braut dem Meere ein bleiches, abgehärmtes Geſicht zu, um es den Gäſten zu verbergen, ihre leiſen, halb unterdrückten Seufzer verhallten im Geräuſche der Wellen, die ſich am Boote brachen, und im Getöne der Pfeifen und Hörner, die luſtige Weiſen auf⸗ ſpielten; die Thräne, die unbemerkt über die Wange rann, ſtahl ſich in den Schaum des Waſſers; die Wellen aber ſchienen ſich verwundert zu fragen: iſt das die glückliche Gattin? Es wäre ihr beſſer geweſen, ſie wäre bei uns geblieben, wie wir gewünſcht.
Sabbathai zeigte dagegen ſeiner Umgebung die belebten Züge ſtolzer Hoffnungen, ſein Benehmen entwickelte jene feſte Sicherheit, die aus Ueberzeu⸗ gung und erlangter Gewißheit hervorgeht, und nicht ſelten nahm ſein Auge den ſchwärmeriſchen Aus⸗ druck an, der, ein Begleiter ſeiner begeiſterten Rede, ſonſt ſeine Schüler und Anhänger mit emporflügelte, nun aber ſeit geraumer Zeit an ihm vermißt wor⸗ den war. Die Gäſte nahmen dieſe Blicke für Beken⸗ ner hohen Liebesglücks, und ſcherzten über Tha⸗ mars Bläſſe.


