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und feurigberedt, wie Ezechiel, der begeiſtertſte Pro⸗ phet des Alterthums.“
„Du haſt ihn alſo auch gehört?“ fragte Tha⸗ mar noch verwunderter.„Du mußt in ſeiner Schule geweſen ſein, Mädchen; denn wie mir mein Vater geſagt, lehrt er nur in ſeines Vaters Hauſe.“
„Sei doch nicht zu laut!“ warnte Rahel, „damit uns die Andern nicht behorchen.“ Und nach⸗ dem ſie den beredten Blick mißtrauiſch nach den Geſpielinnen zurückgeworfen und ſich überzeugt hatte, daß dieſe von ganz andern Dingen redeten, wandte ſie ihn mit dem Ausdruck eines ſüßen Geſtändniſſes, ihr vom Herzen geboten, auf Thamar:„Du ſollſt Alles erfahren. Aber verſprich mir Stillſchweigen beim Haupte deines Vaters.“
„Ich verſpreche,“ ſagte Thamar feierlich; in ihrem Auge, das ſich an Rahel's Blicken entzündet, glänzte es jetzt von hohem regen Leben, und mit ſteigender Spannung folgte ſie der Freundin, die, ſie an der Hand faſſend, ihre Schritte nach dem nahen Haine beflügelte. Vom kühlen Schatten hoher Bäume umwoben, ſuchte ſich Rahel ihren Standpunkt an einem Felſen, der ſich in teraſſen⸗


