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nahm Rahel das Wort wieder,„mag er auch die Thora, Miſchna und Gemara noch ſo gelehrt erklä⸗ ren und die Kabbalah von Grund aus verſtehen. Er iſt ſo bedächtig, ſo ruhig, ſo gelehrt, daß mich ſchläfert, wenn ich ihn anſehe. Weit eher möcht' ich mich von dem jungen Sabbathai Zewi unter⸗ richten laſſen, von deſſen Lob und Bewunderung jetzt die ganze Stadt voll iſt, und den die verſam⸗
melten Rabbinen feierlich zum Chacham ernannt haben.“ 5„Ich habe davon gehört,“ entgegnete Thamar, ziemlich theilnamlos.„Es iſt in unſerm Hauſe von dieſem gelehrten Jünglinge die Rede geweſen. Haſt du ſelbſt mir nicht von ihm erzählt?“ „Ich nicht,“ ſagte Rahel leicht erröthend,„ich ſprach noch mit keinem Menſchen von ihm.“
„Kennſt du ihn denn?“
„Ob ich ihn kenne?“ fuhr Rahel, wie aus tie⸗ fem Nachdenken, empor.„Ich ſollte ihn nicht ken⸗ nen, auf den alle Kinder Juda's, die da unten in 3 der bergigen Hafenſtadt wohnen, mit Bewundrung und Hoffnung ſchauen? Ja ich kenne dieſen Jüng⸗ ling, ſchön, wie Sahariel, der Engel des Lichts,


