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Zadik dieß Anerbieten jedes Mal beſtimmt abgelehnt; war doch Rahel die einzige Tochter ſeines Hauſes und genoß alle Vortheile einer ſolchen im reichſten„ Maße; war er doch auch ein vermögender Mann, und konnte aus eignen Mitteln das irdiſche Glück ſeines Kindes gar wohl begründen. Doch hätte er vielleicht den dargebotnen großen Vortheil nicht von der Hand gewieſen, wenn er nicht zu deutlich wahr⸗ genommen hätte, daß es nicht auf ſeiner Tochter, ſondern auf Thamar's Wohl abgeſehen ſei, daß Rahel nur als Mittel dienen ſolle, und jedenfalls eine kränkende Zurückſetzung erfahren werde. Er ver⸗ wehrte aber ſeiner Tochter nicht, die Einladungen Thamar's anzunehmen, und da dieſe faſt täglich erfolgten, ſo ſah man die beiden einander ſo unglei⸗ chen Mädchen meiſt, und an öffentlichen Orten, bei Feſten und Luſtbarkeiten, immer beiſammen.
Und ſo gingen ſie auch heute, noch von andern Geſpielinnen umſchwärmt, von Dienerinnen, die ihres Winks gewärtig, gefolgt, durch die raſigen Straßen der Laubenſtadt, und ließen koſend ihre Blicke auf die große tiefe Meerbucht, die zu ihrer Rechten unter ihnen lag, und auf Hafen und Stadt in der


