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genden Zeugniſſe der univerſitaͤt bereits in ihren Ta⸗ ſchen; da umwandelten ſie noch einmal den hohen freundlichen Wall der Stadt, erinnerten ſich bei je⸗ dem Platzchen, wo ſie geſtanden, der traulichen Zwie⸗ reden, nahmen dann Abſchied von der lieben Stadt und trabten ruͤſtig zum Weenderthore hinaus nach Nordheim zu.
Mit den Armen der zärtlichſten Elternliebe wur⸗ de der Sohn aufgenommen, mit ungeheuchelter Freu⸗ de der langbewaͤhrte Freund deſſelben, dem in die⸗ ſein Hauſe mit ſeiner Schweſter eine zweite Heimath erbluͤht war.
Anna, die ſtille zartfuͤhlende Anna, lag ſchwei⸗ gend an der Bruſt des geliebten Bruders; und Schmerzings Blicke ruhten mit inniger Sehn⸗ ſucht und Entzuͤcken an der herrlichen Scene; ſie ſchienen nicht undeutlich zu verrathen, daß auch er von Anna auf gleiche Art begruͤßt ſein moͤchte. Das verſchaͤmte Mädchen reichte ihm ſchuͤchtern die Hand und erroͤthete ſanft, als er die dargebotene mit Hef⸗ tigkeit an die Bruſt preßte.„Laſſen Sie auch mich Ihren Bruder ſein,“ ſagte er, ſich zu ihr hinnei⸗ gend, halb leiſe, und„Sie haben ſich ſchon lange ein heiliges Recht auf meine Schweſterliebe erwor⸗ ben,“ gegenlispelte Anna:„ und Ihren theuren El⸗ tern bin ich jede Kindespflicht ſchuldig. Alſo auch Sie will ich als Bruder willkommen heißen.“
Entzuckt ſchluͤrfte Schmerzing jede Silbe von den kleinen Lippen weg, um ſein durſtiges Herz da⸗


