Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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vonwegen des ſouveränen Volks von Irland, gegen Sie mir anzuwenden befohlen hat, ſind Sie, da Ih⸗ nen wohl bekannt war, daß eine Souveränität des Volks in einigen und namentlich in dieſen Provinzen des Königreichs beſtand, als des Hochverraths am Volke überführt, ſowie ferner wegen des an der franzöſiſchen Regierung begangenen Eid⸗ und Treubruches, welchen der Herr General dort dokumentirt hat, des Todes ſchuldig. Ich ſpreche es aus, dieſes Urtheil, über Sie, im Namen der Geſetze, auf welche das Volk zu ſeinen Gunſten provocirt hat, und empfehle Sie nun⸗ mehr der Barmherzigkeit des höhern Richters, des Richters über alle Menſchen ohne Unterſchied. Er ſei Ihnen dort gnädig, ſowie auch mir und allen Denen, welche mich, um über Sie zu richten, berufen haben.“

„Spart Eure Bemerkungen, Herr Richter!“ fiel Leßlie unwillig ein.„Euer Amt iſt hier zu Ende. Kehrt jetzt unter ſicherm Geleit nach Hauſe zurück und handhabt hinfür die Geſetze, von welcher höchſten Ge⸗ walt ſie gegeben ſein mögen, ohne ſolche Deutung und Kommentare, wie ich ſie geſtern Morgen aus Euerem Munde vernommen habe. Laßt ſie nicht ferner ſchla⸗ fen die Geſetze zum Nachtheil der Armen und Unter⸗ drückten, denn es könnte mich ſonſt am Ende eine Luſt anwandeln, ſie zuerſt gegen Euch ſelbſt in Anwendung zu bringen, und das Reſultat könnte gar leicht ſein, daß Eure ſtattliche Perſon eine Euch höchſt unwillkommene Ausdehnung erführe.“.

Der finſtre Häuptling ging hinaus und trat nach einiger Zeit, OKelly an der Hand führend, wieder vor den Lord. Der Greis faltete die Hände und be⸗ gann langſam mit den ſchaurigen Worten:„Memento mori! Denk' an den Tod, Sünder! Thue Buße, be⸗ kehre Dich und tritt auf der Schwelle zwiſchen Leben