Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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thum einſehend, wenn der mörderiſche Streich gefal⸗ len war, erhoben die getäuſchten Soldaten ein jäm⸗

merliches Wehgeſchrei; aber auch das geängſtete Volk ſchrie, immer weiter zum Rande der Dammmauer ge⸗ drängt, und ſchon ſtürzten ganze Reihen von der Höhe

in's Waſſer, Andre ſprangen hinab, um ihr Heil in den am Molo liegenden Böten zu ſuchen, oder von der Mauer geſchützt, fortſchwimmend ſich zu retten.

In dieſer höchſten Noth warf ſich Laing unter das Volk; der Geiſt, der ihn in den Schlachten be⸗ ſeelt, kam über ihn. Er hatte die verwundete Sally am äußerſten Rande des Quai's erblickt, jeden Augen⸗ blick bedroht, in die Meerfluth hinabgeworfen oder zer⸗ treten zu werden, und nur allein von dem kleinen, ihm unbekannten Manne mit einer ans übermenſch⸗ liche gränzenden Anſtrengung beſchützt.

„Steht, feige Memmen!“ rief Laing mit don⸗ nernder Stimme.„Hemmt Eure Flucht, Ihr Schur⸗ ken! Oder, beim heiligen Patrik! ich zerſchmettere dem Erſten, der noch einen Fuß breit zurückweicht, den rundköpfigen Schädel.— Hierher, Lieblinge! Zu mir, Landsleute! Zeigt noch einmal, daß Ihr des edlen Blutes werth ſeid, das ſchon für Euch vergoſſen wurde und kehrt Euer Geſicht dem Feinde zu. ODonnel und Irland für immer!“

Ueberraſcht von den kühnen Worten des Mannes, beſchämt von dem einzelnen Tapfern, der im Nu einen 1 der ihm zu nahe kommenden Dragoner mit der Muskete vom Pferde ſtieß, warf ſich ſchnell ein Theil der Be⸗

herzten, denen es nur an einem tüchtigen Anführer gefehlt zu haben ſchien, dem Feind zum neuen hart⸗ näckigen Widerſtand entgegen, an ihrer Spitze Laing und ſeine Getreuen.

„Was iſt das?“ riefen die Dragoner,„die Sol⸗

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