Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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hen, im fürſtlichen Glanze ſtrahlenden, mit Orangen⸗ bäumen, Myrten und andern Gewächſen des ſüdli⸗ chen Himmels beſetzten Säle, und noch fortwährend drängten ſich im langen Zuge neue glänzende Equi⸗ pagen durch die dichten Maſſen des Volks heran, welche den Palaſt, um die nie zuvor geſehene Pracht bewundernd anzuſtaunen, umlagert hielten.

Beim Kreuze, Jerry, Honigherz! ſagte ein zer⸗ lumpter Kerl zu ſeinem Nachbar, der durch ſein ſte⸗ tes, in wunderlichen Worten ausgedrücktes Staunen ſich gar bald als ein Fremder in des Landes Haupt⸗ ſtadt kund gab;wenn wir das Geld hätten, was dieſer Witz heute Abend koſtet, Du und ich, wir hät⸗ ten mit Weib und Kind genug davon für's ganze Leben.

Gevatter Kleinod! erwiderte Jener,ſag' lieber, wir alle hier hätten ſo viel, um Murphys damit zu kaufen für's ganze Leben, auch ein Stück geräuchert Hammelfleiſch oder eine Schinkenſchnitte, denk' ich, ſollte Sonntags oder am St. Patrikstage noch davon ab⸗ fallen und auch noch ein Schluck Bergthau um des Heiligen Wohl im Himmel zu trinken. He? ſo glaub' ich, Gevatter, Herzensjuwel. Aber Jeſus, mein ſü⸗ ßer Heiland! ſieh' die prächtige Kutſche und die Brau⸗ nen! Wahrhaftig,'s iſt ſchwer zu ſagen, ob ihr kur⸗ zes Haar, oder das Silbergeſchirr darauf, am mehr⸗ ſten glitzert, und der Kerl vorn auf dem hohen Stuhl, wie er ſich ſpreizt unter ſeinem großen Treſſenhute! Ich bitte Dich, betrachte Dir hinten den großen ſchwarzen Sack, den er am Kopf hängen hat. Sag' mir, Gevatter, was iſt das für ein mächtiger Hern?

Narr! verſetzte der Andre,s iſt der Kutſcher des Lord Corrikſerzus aus Antrim.