Feſttage, doch in der Hauptſtadt des benachbarten Frankreichs zu verleben, wo die damit verbundenen Bälle und Aſſembleen in viel glänzenderem Style ge⸗ feiert wurden, als in Jrland, deſſen Religionskonflikte ſchon ſeit längerer Zeit die harmloſe Freude ver⸗ ſcheuchten, welcher ſich zu dieſer Zeit in den Ländern, wo die katholiſche Kirche die herrſchende iſt, Jeder ohne Unterſchied des Ranges, des Geſchlechts und des Al⸗ ters hingiebt. Nun aber hatte der Krieg mit Frank⸗ reich jede öffentliche Verbindung zwiſchen beiden reli⸗ gionsverwandten Ländern aufgehoben. Ze näher die Zeit des Faſchings gekommen war, deſto häufiger hatte man das wiederholte Bedauern derer vernommen, de⸗ nen ihr Reichthum in frühern Jahren während die⸗ ſer Zeit Gelegenheit gegeben, im Auslande zu glän⸗ zen. Die edlen Roſſe, die jedem fürſtlichen Marſtalle zur Zierde gereicht hätten, ſollten dieſes Mal nicht bewundert werden, und die Pracht der Steine, mit welchen geſchmückt Gattin und Tochter des Hauſes in Paris ſchon oft gleich Fürſtinnen geglänzt hatten, ſtrahlten dieſes Mal ihr reines Feuer im dunkeln Sammt der ſie verbergenden Caſſetten vergebens aus. Da hatte plötzlich der ſchlaue Staatsmann, der keine Gelegenheit vorüber ließ, ſich die katholiſchen Notablen zugleich mit den proteſtantiſchen iriſchen Pairs zu ver⸗ binden, die erſten Familien der Hauptſtadt mit einer Einladung zum Maskenball überraſcht und, um dieſen ſo glänzend als möglich zu machen, keine Koſten ge⸗ ſcheut. Da er hinreichende Zeit gehabt, ſeine Vorbe⸗ reitungen zu treffen, ſo fehlte Nichts, um dieſes Feſt zu einem der glänzendſten zu machen, welches man ſeit langer Zeit in Dublin en.
Schon bewegte ſich eine zahlreiche Verſammlung prächtiger Masken in bunter Miſchung durch die ho⸗


