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liegt, kenne ich keine andere Pflicht, als die, welche Sie, mein edles Fräulein, mir auflegen.“
„Indem ich das Bündniß mit Ihnen ſchließe, Ka⸗ pitain Howard, zu deſſen Beſtätigung ich Ihnen hier im Angeſichte des Ewigen die Hand reiche,“ ſagte Eliſabeth mit feierlicher Stimme,„entſage ich in ge⸗ wiſſer Hinſicht der Kindespflicht, ja ſelbſt dem Leben, um der zwiefach heiligen zu genügen, die mir gegen den Vater und gegen den Freund obliegt, nämlich des Erſtern Ehre zu bewahren und ihn von einem Ver⸗ brechen abzuhalten, und des Letztern Leben und Frei⸗ heit zu retten. Selbſt mein Ruf ſteht dabei auf dem Spiele.— Aber mit dem gefaßten Vorſatze iſt in mein Herz der hohe Gottesfrieden eingezogen, der mir die Kraft giebt, ſelbſt das Schwerſte, was der Him⸗ mel über mich verhängt haben mag, demüthig und ergeben zu ertragen, wenn es gilt, das zu ſühnen, was mein Vater am Hauſe O'Donnel verſchuldete. Selbſt mit ihrem Blut erkauft Kildare's Tochter willig O'Don⸗ nels Leben.“ Howard, ergriffen von der heiligen Glut des ſchönen, im Glanze hoher Tugend vor ihm ſtehenden Mädchens, ließ ſich auf ein Knie nieder und wiederholte den gegebenen Schwur, nicht eher zu ru⸗ hen, bis O'Donnel aus dem Kerker befreit wäre.
„Eilen Sie,“ bat Eliſabeth,„faſſen Sie keinen an⸗ dern Gedanken jetzt, als den, welcher O'Donnels Freiheit betrifft! In wenigen Tagen vielleicht kehrt der Vater von Dublin zurück. Vor ſeiner Rückkehr noch muß unſer Plan entſchieden und, beſſer noch, auch ausgeführt ſein. Verſichern Sie auch Ihrem Obriſten meine innige Theilnahme, ſagen Sie ihm, daß ich täglich den Himmel für ſeine baldige Herſtellung anflehe. Ich achte Lord Werford hoch, ſeitdem er ODonnels Charakter Gerechtigkeit wiederfahren ließ.


