Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Kornblumenauge lächelnd, das jedoch nicht ſo heiter wie ſonſt auf dem Geliebten weilte.

„Du biſt doch ein guter Junge, Gilly, und ich habe Dich wegen Deines Mitleids jetzt noch einmal ſo lieb,“ verſetzte ſie, und verlor ſich, mit der wei⸗ ßen Schürze eine Thräne aus dem Auge wiſchend, im Gedränge.

Dieſe kurze Scene war nicht unbemerkt geblieben, und das zarte, in ſo wenig Worten ausgeſprochene Mitgefühl an dem harten Geſchick eines iriſchen Mär⸗ tyrers rührte ſelbſt die älteſten Männer, obgleich ſie an ſolche Ereigniſſe während eines wechſelvollen Le⸗ bens mehr als Andre gewöhnt waren.

Lautes Murren flog wie ferner Donner durch die Verſammlung; und Flüche und Verwünſchungen über das empörende Unrecht, ſowie Drohungen unausbleib⸗ licher Rache erſchallten von hundert Stimmen, doch wurden ſie von den erhobenen Stäben der Polizei⸗ agenten und den blanken Säbeln der Dragoner zum Verſtummen gebracht.„Porter und Whisky!“ ertönte darauf wieder als Paßparole bis zum Schenkladen der geſchäftigen Wirthin, die der Armuth ihrer Fäſſer eben mit dem friſchen Reichthum des Heidebachs zu Hülfe gekommen war und jetzt in eigner Perſon mit einer neuen Ladung Getränke unter die Landsleute trat, um ſich von der Wirkung ihrer Kunſtfertigkeit zu überzeugen.

„Na, Gevatterin, ſüßes Leben!“ ſagte einer ih⸗ rer nächſten Nachbarn mit ſchlauem Augenzwicken, „wir kommen jetzt ſicherlich an die Fäſſer, welche Ihr zuletzt eingezogen habt. Der alte Stock geht wohl ſchon auf die Neige.“

„Würde aber dennoch in wenig Tagen ſo kräftig geworden ſein, wie der alte, Gevatter Callaghan,

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