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doch die ganze Umgegend weiß, und wovon ſich alle Kinder in der Dämmerſtunde mit heimlichem Schau⸗ dern erzählen?“ verſetzte der Farmer verlegen.
„Nichts weiß ich, gar nichts!“ rief der Lord hitzig,„und ich fordre Sie deshalb auf, hier zu ſagen, was, Ihrer Erklärung nach, außer mir alle Welt weiß.“
„Gewiß, dann haben Ihre Leute Ihnen die Sache verborgen, um Ihnen etwas Unangenehmes zu er⸗ ſparen, und es thut mir deshalb leid, darüber eine Sylbe veploren zu haben. Ich ſetzte voraus, Sie wären ſo But unterrichtet, wie ich.“
„Nun, ſo ſagen Sie doch, zum Henker! was all Ihr Geſchwätz bedeutet, und laſſen Sie mich nicht länger von meiner bis zum höchſten Grade geſteiger⸗ ten Ungeduld martern.“
„Man ſagt, daß ſich alle Nacht zur zwölften Stunde in Ihrem Park zu Lindſayhall die alte Cauth Murthock, die von Ihrer Treppe fiel, Mylord, und einige Stunden darauf verſchied, nebſt ihrer Kuh, die Ihr Parkwärter das Unglück hatte, zu erſchießen, als Geſpenſter beim Monument des ſeligen Sir William O Donnel ſehen laſſen. Manche wollen ſogar behaup⸗ ten, der Geiſt dieſes Herrn wandle auch zu Zeiten nach dem alten Schloſſe. Es iſt Alles Gerede; ich kann's nicht verbürgen; denn ich habe nichts ge⸗
ſehen.“
Der Lord hatte die Farbe gewechſelt. Seine Au⸗ gen ſchienen, wie ausgebrannte Lichter, zu verlöſchen; ſchauerlicher Froſt rieſelte durch ſeine Glieder. Kaum vermochte er auf des Farmers Erzählung einige nichts⸗ ſagende Worte mit einem erzwungenen Grinſen zu er⸗ widern, die die Sache lächerlich machen ſollten, aber gerade das Gegentheil bewirkten. Dann erhob er ſich,


