Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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Stelle den ſehnlichſten ſeiner Wünſche erfüllen wollten, meldete der mit dem Licht hereintretende Diener, daß John Boyle, der Lootſe, ſo eben ziemlich eilig im

Schloſſe angekommen, Se. Gnaden zu ſprechen wünſche.

Laß ihn ſogleich hereinkommen, erwiderte Le⸗ wis, kaum im Stande, ſeine Freude zu verbergen. Bringe noch Wein und ein Glas; dann ſorge, daß wir allein bleiben, Tom.

Der Diener entfernte ſich, und bald nachher trat der alte Boyle herein, dieſes Mal im ſaubern Anzuge ſeines Standes, den blanken Wachstuchhut in der Hand, doch unbeholfen und unſicherer auf dem ge⸗ bohnten Fußboden des Zimmers einherſchreitend, als auf dem Decke ſeines Kutters, wo er zur Zeit eines heftigen Sturmes, trotz Wind und Wrogendrang, ſo feſt vom Stern zum Bugſpriet und wieder rückwärts wanderte, als ſchritte er über die feſte Heide ſeines Vaterlandes dahin.

Als der Lvotſe nach manchem Schwanken feſt und aufrecht vor O Donnel ſtand, der lächelnd ſein Heran⸗ kreuzen gewahrte, blickte er, den Hut verlegen in den Händen drehend, mit ſcheuem Blick im Zimmer umher.

Was bringſt Du, alter Seevogel? Rede frei weg von der Leber. Du biſt im guten Fahrwaſſer, keine verborgene Klippe droht Dir in O'Donnels Ha⸗ fen, redete ihn der Baronet an.

Nun, Sir, gute Nochricht zuerſt, und Mor⸗

gen, ſo Gott will, auch unſere Freunde, die Franzo⸗

ſen. Die Flotte iſt' heraus, der Wind gut; wenn er feſt ſteht, und kein Unwetter heraufkommt, ſo iſt bis übermorgen Alles abgemacht!

Ho, ho! Alter, langſamer! rief O'Donnel lä⸗ chelnd.Wenn auch nicht ganz ſo ſchnell ausgeführt, ſo ſind dennoch Deine Worte ſehr erfreulich. Doch