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Was bringſt Du für Nachrichten, Tim? Biſt Du mit Deiner guten Naſe den iriſchen Raubthieren auf die Spur gekommen?“
„Wenn Ihr auch kein Bedenken tragt, mich für einen Hund zu halten,“ verſetzte Tim ärgerlich,„ſo ſeid Ihr doch der Jäger nicht, dem ich apportire. Schläft der Lord?“
„Ich weiß es nicht, aber er hat ſchon nach Dir fragen laſſen.“
„Warum ſagt Ihr mir das nicht gleich?“ Mit dieſen Worten glitt Tim durch die Thüre und ſteckte ſeinen Kopf lauernd in die Stube. Hier ſah es la⸗ zarethmäßig aus, oder vielmehr noch etwas ſchlimmer. Das Ehebett des Wildhüters hatte Miß Margaret Fitzjames eingenommen, die ſich, mit verbundenem Kopfe und bleichem, blutgefleckten Geſicht aus den buntüberzogenen wollenen Decken hervorlugend, ſeltſam genug ausnahm. Einen noch wunderlichern Anblick gewährte aber auf der andern Seite Lord Kildare auf dem Lotterbette, das ſtolze Haupt gleichfalls in Bandagen, wozu aber nicht die feinſte und reinſte Leinwand genommen worden war. Beide ſtöhnten um die Wette, und ein Diener lief von einem Bette zum andern, um die vom Schmerz ausgepreßten Worte aufzufangen. In der offenen Kammer zeigte ſich die Frau des Wildwärters, bemüht, ihr kleines Kind ruhig zu erhalten. Hier und dort lagen und ſtanden eine Menge der verſchiedenſten Dinge, theils von hohem Werth, theils ſehr geringfügige, wie ſie Zufall und Beſtürzung aus dem brennenden Schloſſe gerettet und ohne Wahl hierher geſchleppt hatten. Der Diener bemerkte kaum Tims liſtiges Geſicht, als er auch ſchon ſeinem ſeufzenden Herrn davon Nach⸗ richt gab.


