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Felſengange an ihr Ohr ſchlug. Aufmerkſam blieben ſie horchend ſtehen. Da erſchallte von der Spitze der Felſen, wie aus dem Himmel herab, der Ruf der Wachen:„Verrath! Ueberfall! Rettet Euch!“ Und in demſelben Augenblicke ſtürzten mehrere Männer aus dem Gange herbei und ſchrieen:„Die Rothen dringen herein und haben die Teufelsmauer umſtellt! Es muß uns Einer der Unſrigen verrathen haben. Schon liegen einige unſerer Beſten in ihrem Blute!“ Auf dieſe Schreckensnachricht griffen die meiſten nach den Waffen und ſtürmten in den Gang, um die Soldaten von den Felſen herab zu erſchlagen; Andre ſtiegen auf den Leitern empor. Es war eine allgemeine Ver⸗ wirrung. Niemand dachte mehr an die Frauen und O'Donnel, die in einen peinlichen Zuſtand verſetzt waren. Lewis überſah das Schreckliche ſeiner Lage mit beſonnenem Blicke.
Sally rief entſchloſſen:„Um aller Heiligen wil⸗ len, ſchnell! Sir O'Donnel, fort von hier! Man darf Sie hier nicht finden! Ich wäre untröſtlich als die Urheberin Ihres Unglücks!“
„Es iſt wahr,“ verſetzte Lewis,„ich muß fort! Unſer Plan ändert ſich. Die königlichen Soldaten, wahrſcheinlich Lord Werford an der Spitze, der viel⸗ leicht heute aus Tipperary zurückgekehrt iſt, kommen Dich zu befreien, Eliſabeth. Würden ſie auch mich hier finden, es wäre mein Untergang, und das wäre noch das Geringſte; nein! es wäre auch der Unter⸗ gang eines großen heilſamen Unternehmens. Leider wird ihnen mein Pferd ſchon in die Hände gefallen ſein, ein böſer Umſtand für mich! Die gebieteriſche Nothwendigkeit zwingt mich, Dich dem Lord Wexford zu überlaſſen, Eliſabeth, und mit blutendem Herzen


