Teil eines Werkes 
1. Theil (1855)
Entstehung
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„Ich ſchob eine Zwanzig⸗Pfund⸗Note in die gefal⸗ teten Hände der Todten, ergriff mein unglückliches Kind, um ein Land zu verlaſſen, wo ſeine Schande ſein elendes Leben gefriſtet, während der Ernährer, gewaltſam auf die Flotte geſchleppt, für britiſchen Nuhm in entfernten Weltgegenden gekämpft hatte. Ich führte ſie in mein armes Vaterland zurück und nährte mich als Loorſe. Da lernte ich mein Kind kennen. Das Mädchen iſt ein Engel, Herr, ein gefallener Engel, aber doch noch ein Engel des Himmels. Ihre Schön⸗ heit machte bald Aufſehen, zog Bewerber um ihre Hand herbei. Soll Evans ONeil einen Menſchen auf Erden betrügen? Nimmermehr! Eh' die Welt in Trümmern, als ſolches! Und als ein ehrlicher Mann ſagte ich allen Bewerbern, wie's um Sally ſtand. Wie mir das Herz dabei geblutet, wie Verzweiflung bei ſolchem Bekenntniß ihre Krallen mir in die Bruſt ſchlug,— davon will ich ſchweigen. Die Freier ſtan⸗ den natürlich ab; Keiner wollte der Gatte eines Mäd⸗ chens ſein, die einſt öffentliche Dirne geweſen war. Ich kann's Keinem verdenken und war nie bös dar⸗ über. Nun hab' ich ſie,“ murmelte er dumpf,„dem verkrüppelten Hausknecht in der Heideſchenke verlobt; der weiß es auch, will ſie aber aus Barmherzigkeit als ſein Weib wieder zu Ehren bringen, und ich bin ihm dankbar dafür.“

Jetzt ſchwieg der Erzähler, und tief gerührt er⸗ griff O'Donnel ſeine Hand mit den Worten:„Ich ehre Euern Schmerz, Mr. Evans, und erkenne, daß die Quelle Eueres Feuereifers, Eueres Thatendurſtes nicht gemeinen Urſprungs iſt. Sagt mir jedoch, was könnt Ihr einzeln oder in kleinen ungeregelten Hau⸗ fen gegen die überlegene Macht der königlichen Trup⸗ pen unternehmen? Geduldet Euch dies eine Mal noch,