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nicht geführdet ſein, wenn Ihr die That, die ich ſe wenig als Euere Feinde billigen kann, unterlaſſen hät⸗ tet,“ erwiderte O'Donnel kurz.„Sie würde nicht be⸗ gangen ſein, auf mein Wort! wenn ich im entfernte⸗ ſten hätte ahnen können, daß auch die Landleute auf den Beſitzungen meines ſeligen Vaters ihre Leidenſchaf⸗ ten ſo wenig zu zügeln verſtänden. Wozu führt dies, als zu noch größerem Druck und zu noch heftigerer Er⸗ bitterung von Seiten unſerer Gegner? Wer nicht war⸗ ten will, bis ich ſelbſt ihn den ehrenvollen Weg zur Freiheit führe, den muß ich fortan aufgeben und ſei⸗ nem Schickſale überlaſſen. Leid iſt mir's indeſſen um jeden Einzelnen, den ſein Verhängniß dahinreißt, und der, wenn ihn des Geſetzes Strenge trifft, unbeachtet, ja verachtet vom Leben ſcheidet auf dem Wege des ge⸗ meinen Miſſethäters.“
„Die ſchönen Worte haben wir ſchon oft von Ih⸗ nen und Ihren vornehmen Freunden gehört,“ entgeg⸗ nete der Seemann finſter.„Aber es bleibt bei den ſchönen Worten, und That und Wort iſt doch zweier⸗ lei. Nehmen Sie mir's nicht übel, Sir, ich war nie ein Freund von glatten Worten.— Auf, Burſche! ſo pflegte Rodney zu ſagen, hinauf in die Maſten! die Luken auf! eine volle Lage von unten und von 5 oben! und ſo wie wir dem Feind unterm Wind ka⸗ ˙ men, hieß es kurz ab: Segel ein! Enterhaken los! hinüber, Jungen, drauf und dran!— Das iſt auch meine Meinung, Sir. Wozu das Kreuzen und Lavi⸗ i. ren, ſobald der Feind uns die Flagge zeigt? Drauf und dran, Sir, ſage ich mit Rodney! Wozu das län⸗ gere Zaudern? Des Irländers Blut iſt leicht entzün⸗ det, doch brauchen muß man's, ehe es verraucht. Werfen Sie einen Brand in den leicht entzündlichen . Stoff, und die Glut wird alsbald in Flammen em⸗


