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mich über Alle erhoben haben. Schwelge ich doch jetzt, während ich Dich nur als eine Heilige verehren darf, in Deinen Anblick, in Deine Reize verſunken, im ſeligſten Rauſche! Ich hätte den Himmel vergeſſen und Irland und die ganze Welt, denn Du wäreſt mein Himmel, meine Welt, mein Alles geworden. Aber der Menſch ſoll nicht zum Gotte werden; die Erde muß die Erfüllung der höchſten und heiligſten Wünſche verſagen, damit etwas für den Himmel übrig bleibe. So nun,“ ſchloß er mit weicher Stimme, „theile ich meine Liebe zwiſchen Dir und dem Vater⸗ lande, Eliſabeth, und am Ende meiner Tage ſehe ich im letzten Aufflammen des ſterbenden Herzens freudig zum Himmel empor, wo ich Dir allein mit unſterblicher Liebe ergeben ſein darf, und wo ferner keine irdiſche Macht, kein neidiſches Verhältniß uns trennen wird.“ Eliſabeth hatte ihren Kopf an O'Donnels Schul⸗
ter gelehnt; eine lange feierliche Pauſe folgte auf ſeine letzten Worte, während welcher er die tief Erſchütterte mit ſeiner Rechten umſchlungen hielt. Die halbe Mond⸗ ſcheibe erſchien eben oben an dem kleinen Stück Him⸗ melsgewölbe und warf ihr freundliches Licht in die tiefe Schlucht hinab, und mit gefalteten Händen blickte Sally, wie im andächtigen Gebete, auf die Liebenden. Thränen ſchimmerten in ihren ſchönen Augen, ihr Ge⸗ ſicht war ernſt und verklärt, wie das einer Heiligen. Sie lispelte einen guten Segen über das Paar froh und gerührt.„Seid ſtark!“ ſagte ſie,„der Herr iſt groß und allmächtig. Er, der Schweres über Euch verhängte, er kann ja Glück aus Unglück machen. Möge er ſich Euerer erbarmen und Euere ſchweren Leiden in Freuden verwandeln nach der Zeit der Prüfung!“


