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wünſche kommen auch in meine Seele und rauben ihr Farbe und Glanz. Aber fort mit allen thörichten Plänen! Ich will nichts von der treuloſen Menſchen⸗ brut. Auch die Liebe hat mich betrogen. Scheuſal, Dir vertraute ich zuletzt. Hier in der grünen Ein⸗ ſamkeit will ich auf dem Lande weilen, oder auf dem Meere umhertreiben. Die Sonne lacht, der Bach rie⸗ ſelt, der Wald iſt grün, die Vögel ſingen, das Reh ſpringt durch den Buſch, der Wurm ſonnt ſich, die Ameiſe ſchafft fleißig, Alles freut ſich des Lebens. Wohlan! ich will nicht zurückbleiben; ich will ihrem Beiſpiele folgen; auch ich will der Mutter Natur treu ſein! Laßt mich vergeſſen, daß ich ein Weib geliebt, die meiner nicht werth war!“ Aber mitten in der Freude an der Natur tauchte der ſchmerzliche Ge⸗ danke auf:„O, Chriſtine, warum haſt Du mir das gethan? Warum Verrath begehen an dieſem Herzen?“ Dann aber ſprang er auf, um nicht überwältigt zu werden von den Geiſtern des Schmerzes, und eilte wieder durch die Flur, und jauchzte am Meeresſtrand und in den Buchten, und vergaß ſich und alle ſeine Sorgen.
So hatte er's ſchon oft getrieben, ſo trieb er's auch heute wieder. Freilich war König Karl mit dieſer ihm unbegreiflichen Lebensweiſe ſeines Schützlings nicht zufrieden und ſchüttelte oft ſtreng und mißbilligend das Haupt, freilich flüſterten die Miniſter, Generäle und
Idmiräle, daß Flarmann eigentlich zu nichts tauge
und auch als Kaperkapitän noch nicht eine Priſe ein⸗ gebracht und wahrſcheinlich dies Geſchäft nur ergriffen habe, um keinen Herrn weiter, als den König über ſich anzuerkennen; aber es blieb beim Alten und der Sonderling Flaxmann that ungeſtört, was er wollte. Heute kehrte er ſpät zurück und trat in jenes


