Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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gen Himmel, reichte Norcroß die Hand, ſeufzte tief auf, und ging.

Als er, zerriſſen vom fürchterlichſten Schmerz, an's ufer trat, fühlte er ſich von hinten bei der Hand ge⸗ faßt. Es war Courtin.

A l'honneur de marin! ſagte er.Ich folg' Euch, wohin Ihr geht, Monſeigneur. Ich habe den Dänendienſt quittirt, und möchte mich wieder an Euch attachiren, um der Welt doch einmal den Beweis zu liefern, woran ſie immer nicht glauben will, daß ein Franzos und ein Engländer in friedlichſter Eintracht und im freundſchaftlichſten Einverſtändniſſe mit einan⸗ der leben können. Wollt Ihr mich haben, Herr?

Du ſollſt mein Bruder ſein! rief Flaxmann und umarmte ihn.Eben glaubte ich mich von Allen verlaſſen, die Geliebte hat mich betrogen und verra⸗ then; der Freund hat mich verſtoßen. Da ſchickt der Himmel Dich mir; ich fühle, es giebt noch eine Seele, die mich liebt. Nein, ich bin nicht unglücklich. Ich bin ein reicher, glücklicher Mann, denn ich beſitze eines Freundes treues, theilnehmendes Herz.

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Ende des zweiten Theils.