ue der Menge, die mit Hohngelächter auseinan⸗ derlief.
Beſtürzt rannte Flaxmann, der ſich an das Ufer gedrängt hatte, über den Steg in das Schiff und er⸗ ſchrak noch mehr über die bedenklichen Geſichter der Matroſen. Er fragte nach dem Kapitän und wurde in die Kajüte verwieſen. Dort fand er Norcroß bleich, den Kopf in die Hand geſtützt, den wilden Blick auf eine Stelle gerichtet, und um ihn ſeine Offiziere, den Bovtsmann, den Steuermann und den Schiffschirur— gus. Alle waren beſchäftigt, ihm zuzureden, daß er ſich doch an's Land begeben möchte. Er verweigerte es und antwortete ihnen auf ihre Vorſtellungen nichts. Jetzt wurde Platz gemacht, und Flaxmann trat an den Tiſch.
„Hier kommt mein Mann!“ rief Norcroß, ſprang auf, griff in die Bruſttaſche, zog den zerdrückten Brief heraus und rief, ihm das Papier überreichend:„Leſ't!“ Der Lieutenant durchflog mit wirren Augen die Zei⸗ len, die Farbe ſeines Geſichts wechſelte vom glühend⸗ ſten Roth in's Todtenblaß, er ſank auf einen Stuhl. Das Blatt entfiel ſeiner Hand, ſein erlöſchendes Auge traf auf Norcroß' durchbohrenden Blick.
Meiſter Habermann war bei der Hand und fragte: „Mit Verlaub, gnädiger Herr Lieutenant, ſoll ich Euch etwa eine Ader öffnen, oder habt Ihr irgend ein ſympathetiſches Mittelchen bei der Hand, deſſen Wirkung Euere werthe Geſundheit vor den übeln Fol⸗ gen des Schreckens bewahrte?“
Flaxmann beachtete ihn nicht, ſondern rief mit dem Ausdruck eines ungeheuern Schmerzes:„Alles verloren! Und durch ſie verloren!“
„Laßt ihn nur gehen,“ flüſterte der Kapitänlieute⸗ nant Gad dem Chirurgus zu.„Der Teufel hilft ſei⸗
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