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diener ermordet, nach der Dame geſchoſſen und ſei ſo erwiſcht worden, während ſeine Helfershelfer ent⸗ ſprungen ſeien.“.
Norcroß ſtand ſprachlos vor Erſtaunen theils über die erſchrecklichen Dinge, welche ſich mit ſeinem Freunde in dieſer Nacht zugetragen, theils über die unerhör⸗ ten Beſchuldigungen, welche man auf ſein Haupt häufte. Was aber ſeine Verwirrung auf's Aeußerſte trieb, war der milde Ton, mit welchem der König dieſe gräßlichen Dinge geſprochen, und das ſchier lächelnde Geſicht, welches Karl, ſonſt ſelten freundlich, zu dieſen Worten gemacht.
„Ew. Majeſtät,“ ſagte er,„wenn ich nicht dieje⸗ nige Faſſung behaupte, welche einem Manne ſeinem König und Herrn gegenüber geziemt, ſo flehe ich, Höchſtdieſelben möchten dieſen Umſtand nicht etwa einer vorhandenen Schuld, ſondern allein der Verwickelung zuzuſchreiben, in welche ich durch die Verbindung zweier ganz verſchiedenen Dinge gerathen bin, die Gnade haben. Erlauben mir Eure Majeſtät, daß ich zuerſt von dieſen Leuten, dann von jenem Fremden reden darf, welchen man mit großem Unrecht ſoviel böſer Dinge beſchuldigt.“ Der Kapitän ſprach hier⸗ auf mit Ordnung und Klarheit von den Verfolgungen, welche er als Anhänger der Stuarts in England aus⸗ zuſtehen gehabt habe, wie er in Barnet gefangen ge⸗ nommen und durch Frau Brondlov befreit worden ſei.„Ich erfuhr bald,“ redete er weiter,„daß Frau Eliſabeth Brondlov nur das Werkzeug der Miß Pal⸗ merſton ſei, und ich eigentlich dieſer Dame, welche ich früher in London gekannt und die meinetwegen von dort nach Barnet gekommen ſei, meine Erlöſung zu danken habe. Sie verlangte für ihr Werk, was ein
nichtswürdiges Weib von einem Manne verlangt;


