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nen Laut hervorzubringen. In ſeinem Geſichte zuckte und krampfte es; ſein ohnedies breiter Mund zerrte ſich auseinander und ſchob ſeine unregelmäßige Oeff⸗ nung bald auf die rechte, bald auf die linke Seite, gleichſam als wolle er ſich ſelbſt in's Ohr ſagen,— und ſei unſchlüſſig in welches— was er auf die kö⸗ nigliche Rede, deren Sinn ihm vollends durch den Schrecken ſeines eignen Namens verloren gegangen war, zu antworten habe. Endlich ſtiegen einzelne Töne aus dem Krater ſeines Mundes und geſtalteten ſich bald zu Worten.„Ew. großmächtigſten Majeſtät —— mich allerunterthänigſt in den Staub legend zu Höchſtdero allerdurchlauchtigſten Füßen.“
Seine Ehehälfte hatte den König beſſer verſtan⸗ den, und als ſie ihren Mann alſo mit Schanden be⸗ ſtehen und gleichſam vergehen ſah, wie Butter an der Sonne, hielt ſie es nicht nur für rathſam, auch für nothwendig, ihm beizuſpringen und das Recht, welches ihr ſeit ihrem Hochzeittage über ihn zuſtand, vor des Schwedenkönigs Throne geltend zu machen.
„Freilich, freilich!“ rief ſie eifernd;„es iſt wahr, die ganze abſcheuliche Geſchichte, und das iſt ja auch der ſaubre Vogel, der uns von England durchgegan⸗ gen iſt. Ich will in meinem letzten Stündlein alles Troſtes entbehren, wenn's nicht wahr iſt; ich will nicht ſelig ſein, wenn's nicht wahr iſt; ich will gleich vor Euern ſichtlichen Augen ſterben, Herr König, wenn's nicht wahr iſt; ich will—“
„Holla, Weib!“ donnerte der König dazwiſchen. „Seid Ihr von England gekommen, um mich mit Euerer Zunge aus meinem Königreiche zu vertreiben? Ihr hättet vaheim bleiben und ſie auf Euern König loslaſſen ſollen.“
Karl's Geſicht hatte ſich grimmig verzogen; aber


