Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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bei Euerer Erzählung überſchlich. Ich halte, wie Ihr wißt, etwas darauf.“

„Welche Ahnung?“ fragte der Kapitän aufmerk⸗ ſam.

„Der Ton Eurer Frage regt ſie noch mehr auf. Wie? Solltet Ihr meinetwegen den Namen jener Dame verſchwiegen haben?“

„Bei Gott! Ihr habt Recht!“ rief Norecroß er⸗ ſtaunt.

„Und jene Dame war meine eigene Schweſter Ro⸗ ſamunde?“

„Steht Ihr wirklich mit Geiſtern im Bundes Seid Ihr mehr, als ich weiß? Steht Euch wirklich eine geheime Wiſſenſchaft zu Gebote?“ ſo rief der Kapitän Noreroß und warf den Kopf wie von Schrecken er⸗ griffen zurück.

„Seid Ihr nun ſchon etwas mehr geneigt, an Ahnungen, Indicien u. dergl. zu glauben?“

„Sagt mir, ich beſchwöre Euch, wie ſeid Ihr darauf gekommen, in jener Dame Euere Schweſter Roſamunde zu vermuthen?“ fragte der Kapitän noch immer verwundert.

„Ich diente in der Provinz und kam ſelten nach London; aber da Ihr von unfrer Partei wart, ſo hörte ich oft von Euch reden. Meine Sendungen an den Hof von St. Germain und Bar ſur Aube gaben mir ebenfalls Gelegenheit, von Euch zu hören. So oft ich in London war, redete Noſamunde von Euch. Sie war eine Bekannte der Prinzeſſin Henrica; die große Welt nannte Beide Freundinnen. Doch das kounten ſie nicht ſein; denn Henrica war tugendhaft, Roſa⸗ munde nicht; ich wußte viel Tadelnswerthes von meiner Schweſter. Von Eurer Liebenswürdigkeit reden, war bei ihr ſchon ſicherer Beweis, daß ſie ſterblich in Euch