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nen Töne, mit welchen er gewöhnlich ſein Steuer, wie ein lebendes und verſtändiges Weſen, wohl auch das Schiff ſelbſt und die rollenden Wellen des Mee⸗ res anredete.
„Euere Neigung, Meiſter Reetz, trifft mit der mei⸗ nigen zuſammen,“ ſagte der Kapitän mit herablaſſen⸗ der Würde;„auch ich bin dem Buben gewogen, und hoffe, einen tüchtigen Seemann aus ihm zu erziehen. Aber meine Hoffnung wird einmal mit ihm nächtlicher Weiſe aus dem Tauwerk herab den Hals auf dem Hackebord brechen, oder im Meere erſaufen.— Siehſt Du noch nichts weiter, Teufelsjunge?“ rief Norcroß dem jungen Ausgucker abermals zu.
„Es ſcheint mir, als wenn ſich die Möve in ein Segel verwandle. Ja, es iſt ein Boot mit einem Raaſegel.“
Der Kapitän nahm das Glas und ſah nach der bezeichneten Richtung.„Der Junge hat Recht, und Augen wie ein Falke. Er weiß wohl, daß er am beſten in den Maſtkorb paßt, drum ſitzt er auch immer oben, wie ein Adler auf ſeinem Horſt. Sie ſind's und ſte⸗ chen dem Wind Steuerbord in die Flanken. Sie haben
Noth gegen die Meerfluth zu werpen und werden die
Riemen wacker ſtreichen müſſen. Wendet Backbord, Meiſter Reetz, und fallt etwas vom Winde ab; wir wollen den Burſchen Mühe erſparen.“ Im Nu wur⸗ den die Befehle befolgt, und langſam glitt das Schiff, die Strömung der Meereswellen in ſchiefer Richtung durchſchneidend, der Himmelsgegend zu, in deren Strich das Boot wahrgenommen wurde. Nach einer Biertel⸗ ſtunde waren die beiden Fahrzeuge einander nahe, und der Oberbvotsmann bot vom kleinen Fahrzeuge herüber ſeinem Kapitän auf dem großen einen guten Morgen.


