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Rechten deutete, wozu er eine Einladung zu den Dien⸗ ſten des Mars und der Bellona unter den Fahnen ſeines Königs hören ließ, wofür er Geld und alle möglichen Lebensfreuden in ſchmuckloſen Kernausdrük⸗ ken verſprach. Ihm auf den Ferſen trug ein Fah⸗ nenjunker die Fahne mit dem däniſchen Wappenbild; zur Seite ein Unteroffizier mit neuen Soldatenröcken, und unter der weithin ſchattenden Fahne taumelte ein Häuflein berauſchten Volkes, in deſſen Händen man noch den Freudenbeſchwörer erblicken konnte, die Schnapsflaſche. Mit ſchweren Zungen prieſen ſie das Glück, das ih⸗ nen zu Theil geworden und zeigten den Vorüberge⸗ henden und den an den Fenſtern Sehenden den neuen Rock, den ſie im Arme trugen.
„Bei dieſen Truppen könntet Ihr es bald zum Offizier bringen, mein Herr,“ redete der Spion dem Jünglinge zu, aber dieſer hatte ſchon die Thür in der Hand und ſchob den Kapitän zurück, welcher ihm den Weg vertreten wollte. Zwar bemühte ſich Letzterer noch einmal, den Flüchtling aufzuhalten, aber er ent⸗ wiſchte ſeinen Händen, ohne auf einen Zuruf zu hö⸗ ren, und ſtürzte hinaus, auf die martialiſche Geſtalt des Lieutenants zu. Augenblicklich verſtummte die Trommel. 5
„Wenn's Euch gefällig iſt, mein Herr,“ redete der Lieutenant den Jüngling an und griff an den Hut, „ſo nehmt dieſe Goldſtücke, geprägt mit dem Bildniß Seiner Majeſtät, unſeres großmächtigſten Königs Fre- derieus Quartus, und dieſen Rock, der Euch vortreff⸗ lich paſſen wird.“
Der Jüngling nahm ſchweigend das dargebotene Geld, faßte den Rock, welchen ihm der Unteroffizier bereits auf den Arm gelegt hatte und ſtellte ſich unter die Fahne, fröhlich begrüßt von ſeinen neuen Brü⸗


