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nerhalb des Gebaͤudes zog ſich ringsum eine breite Gal⸗ lerie. Ein Gelaͤnder im Innern umgab eine hohe praͤch⸗ tige Zelle, welche von Reihen ſtolzer Pferler geſttzt ward. Die mittelſte Reihe derſelben hatte eine Hoͤhe von so Fuß, und war von oben an, bis auf 4 Fuß von unten vergoldet, unten aber reich lackirt. In der Mitte des Saales theilte ein vergoldetes Gitterwerk, 15—20 Fuß hoch, den ganzen Raum von Suͤden nach Weſten in 2 Theile. Der Raum zwiſchen den Saͤu⸗ lengaͤngen betrug abwechſelnd 12—46 Fuß; die Zahl der Saͤulen(jene Gallerien mit gerechnet) auf 100. Ein marmornes Gaudmabild, auf einem goldenen Thro⸗ ne ſitzend, war in der Mitte der Abtheilung angebracht, und vor dem Goͤtzenbilde erblickten wir den angeſehenen Geiſtlichen auf einem Atlas⸗Teppich an einer Saͤule lehnend. Von einem Kreiſe ihn umgebenden Prieſtern unterſchied er ſich nur durch ſeine aufrechte Stellung, waͤhrend jene in einer ehrerbietigen Stellung gebuͤckt mit gefaltenen Haͤnden um ihn ſaßen. Als wir in den Saal traten, warfen ſich Chineſen und Birmanen vor dem Bilde Gaudmas nieder, und knieeten alsdann hin, um dem heiligen Manne ihre Ehrfurcht zu bezeigen.
Der hohe Prießer empfing uns mit vieler Hoͤflich⸗ keit und war ſehr lebhaft und zuvorkommend. Er ſchien etwa 40 Jahre alt zu ſeyn, und war wohl genaͤhrt und jovial. Ich uͤberreichte ihm meine Gabe, welche in einem Stücke gelben Tuches, etwas Sandelholz und einigen mit Blattgold belegten Wachslichtern be⸗


