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Nachdem die Feierlichkeiten in dem Palaſte des Erbprinzen geendigt waren⸗ beſuchten wir Made— prah, die Mutter der tegierenden Koͤnigin. Ihre ſchöne Wohnung lag in der Naͤhe des koͤniglichen Schloſſes, in der Mitte eines mit Staketen umgebe⸗ nen Hofes. Vor dem Thore ſtiegen wir ab. An der Treppe zogen wir unſere Schuhe aus, und begaben uns in einen ſchoͤnen mit Saͤulen geſchmuͤckten Saal. Am Ende deſſelben war unter einem Thronhimmel
auf Teppichen mit Muſſelin bedeckt, ein großes Kiſſen
von blauem Sammt mit goldenen Franzen. Eine zuhlreiche Geſellſchaft beiderlei Geſchlechts, beſonders Frauenzimmer, ſaßen um das Gelaͤnder. Sobald wir ei getreten waren, ward uns dem Kiſſen gegenuͤber ein Platz eingeraͤumt. In wenigen Minuten kam die
alte Dame aus einem innern Gemache, und ging lang⸗
ſam nach dem erhabenen Sitze, von zwei Dienerinnen unterſtutzt, waͤhrend eine dritte ihre Schleppe trug. Ihr langes Silberhaat hing frei auf den Schultern; ſie war ohne allen Kopfputz. Ihr Anzug beſtand in einem langen Gewand von weißem Muſſelin, uͤber
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welches eine Florſchaͤrpe mit goldenen Blumen übe
ihre Schultern hing. Sie ging bis an das Kiſſen und ſetzte ſich auf den Teppich Ihre ſauber gekleide⸗ ten Aufwärterinnen knieten auf beiden Seiten und wehten ihr mit langen vergoldeten Faͤchern Kuͤhlung
zu. Bei ihrem Eintritte verbeugten ſich alle Anwe“ ſenden. Ich batie ihr eine Schnur Perlen und fein⸗


