Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

265

ſtigung und zur Beſehung aller Merkwuͤrdigkeiten. Dann wurde uns benachrichtiget, daß der Kronprinz uns am folgenden Tage erwarten wuͤrde. Ich äuſ⸗ ſerte: da die beſtimmten Formalitaͤten den vorhergs⸗ henden Tag verletzt waͤren, mußte ich, ehe ich mich zu einem Beſuche bei dem koniglichen Prinzen entſchloͤße, die beſtimmteſten Verſicherungen haben, daß man ſie bei dieſer Gelegenheit beſſer beobachten wuͤrde. Ich beklagte mich uͤber das Betragen des Zeremonienmei⸗ ſters, und verlangte vor allen ausdrücklich zu erfahren⸗ ob der Kronprinz perſoͤnlich erſcheinen würde. Die nun gemachten Verſicherungen beruhigten mich voll⸗ kommen.

Da ich erfahren hatte, daß es üblich wäre, daß fremde Geſandte etwas von den Fabrikaten ihres Lan⸗ des oder irgend eine Seltenheit einem jeden von der koͤniglichen Familie uͤberreichten, ſo kam ich dieſem Gebrauche nach. Eine aͤhnliche Hoͤflichkett muß man auch den vornehmſten Miniſtern und Hofbedienten er⸗ zeigen.

Bei dem Beſuche, welchen wir dem Kronprinzen abſtatteten, zogen wir in derſelben Ordnung, wie das erſte Mal, durch die Stadt. Einige 100 Schritte von der Mauer, welche den Palaſt des Prinzen ungibt, machten wir Halt, um uns en den Verſammlungs⸗ ſaal(Rhuhm) zu begeben. Der Zeremonienmeiſter betrug ſich ſehr hoͤflich. Das Ceremoniel an dieſem Tage glich ziemlich dem des vorhergehenden.

33. Bd. Indien, II, 3, 3